Wie alles begann
18 Songs, veröffentlicht: 15. März 2002
Wir saßen in Timothys Wohnzimmer, in dem es nach Nag Champa-Räucherstäbchen duftete und welches sich nun kurzzeitig zum Aufnahmestudio verwandelte. Timothy war seit einiger Zeit mein Gitarrenlehrer und er hatte mir angeboten, eine Auswahl von erlernten Stücken bei ihm zu Hause aufzunehmen und in CD-Form an Familie und Freunde zu verschenken.
Drei Jahre zuvor hatte ich zum ersten Mal die alte Nylonklampfe meiner Mutter in die Hand genommen und gemeint, ich werde dieses Instrument erlernen. Ein ein halbes Jahr zuvor geschenktes Keyboard stand nun unberührt im Schrank und fing Staub, weswegen meine Eltern damals nur wenig euphorisch nickten.
Doch die Gitarre wurde mein Instrument. Mehr noch: sie wurde meine Vertraute und Partnerin. Sie half mir, die Spiegelungen auf meinem Seelensee in Melodien und Lieder zu übersetzen und nach Außen zu tragen.
Zunächst jedoch war ich schüchtern und unerfahren. Niemand anderes in meiner Familie musizierte aktiv und hätte als Wegbegleiter oder -bereiter fungieren können. Daher war ich unsicher und auf eine Absage gefasst, als ich Timothy fragte, ob ich auch eigene Stücke für die CD einspielen dürfe. Doch er fand die Idee toll und unterstützte mich bei der Umsetzung.
Hier sind sieben Eigenkompositionen von damals zu hören. „Rainy days” und „Du bist so anders” sind früheste Zeugnisse meiner damaligen ersten Schritte als Songschreiber. Ein siebzehnjähriger Robert, der sich sanft und vorsichtig in die Musikerwelt vorwagt.